Dr. Dominic
Afscharian
Dominic Afscharian bringt seine Forschungserfahrung und sein Methodenwissen in die Projektarbeit am ZSP ein.
Darüber hinaus lässt er sein Gespür für wissenschaftliche Trends und Innovationen in die Konzeption neuer Projekte einfließen und trägt zu einem erfolgreichen Transfer von Forschungsergebnissen in unsere Kommunikationsformate bei. Zuvor arbeitete Dominic als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Tübingen, wo er seine Dissertation zur sozialpolitischen europäischen Integration abschloss. Außerdem sammelte er Erfahrungen in Thinktanks im Bereich der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.
Frage
01
Was möchtest Du mit deiner Arbeit bewirken?
Denkanstöße geben, um Bewegung in festgefahrene Debatten zu bringen. Wenn ich so zu einem Kanon der Ideen beitragen kann, der die Gesellschaft am Ende ein bisschen gerechter macht, ist das schon gar nicht so schlecht.
Frage
02
Gibt es eine Erkenntnis aus deiner Forschung, die dich zum Umdenken gebracht hat?
Zwischen Institutionen und Pfadabhängigkeiten habe ich lange den politischen Einfluss von Individuen unterschätzt. Einzelpersonen können mehr bewegen, als wir uns oft eingestehen – und oft werden politische Entscheidungen hinter vermeintlichen Zwängen verschleiert.
Frage
03
Wenn dein Beruf ein Tier wäre – welches und warum?
Ein Schnabeltier: Eine bunte Mischung aus Facetten, die man eigentlich anderswo verortet, die sich dann aber doch zu etwas ganz Einzigartigem zusammenfügen.
Publikationen
Ungleiche Chancen, geringes Vertrauen
In Deutschland entscheidet oft die Herkunft über die Zukunft. Der soziale Aufstieg scheint für viele kaum noch erreichbar, und das Vertrauen in die Politik ist erschreckend gering. Unsere aktuelle Untersuchung zeigt: Ein Großteil der Bevölkerung wünscht sich einen Sozialstaat, der echte Chancen schafft und Ungleichheiten abbaut. Doch ohne grundlegende Reformen droht das Leistungsversprechen der sozialen Marktwirtschaft zur Illusion zu werden.
Das Startchancenkapital
Chancen sind in Deutschland ungleich verteilt. Viele Menschen können sich trotz erheblicher Leistungen kein Vermögen aufbauen, das ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen würde. Um Chancenungleichheiten abzubauen, schlagen wir ein „Startchancenkapital“ vor, das sozial benachteiligte Individuen zu selbstbestimmten Entscheidungen befähigt.