Damit Menschen ihr Potenzial für sich und die Gesellschaft voll einbringen können, müssen sie in der Lage sein, eine Arbeit zu wählen, die ihnen und ihren Fähigkeiten entspricht. Auf den gegenwärtigen Arbeitsmärkten ist dies nicht immer der Fall: Es bestehen Hindernisse, die den Wechsel zu einem besser passenden Arbeitsplatz erschweren.
Im Auftrag des Zentrums für neue Sozialpolitik untersucht das MIT, wie sich Arbeitsmärkte und individuelle Erwerbsbiografien verändern, wenn Hindernisse abgebaut werden, die Arbeitsplatzwechsel erschweren.
Niemand sollte in einer unpassenden Beschäftigung verharren müssen, nur weil die Hürden für einen Wechsel zu groß sind. Wir untersuchen, wie sich individuelle Erwerbsbiografien verändern, wenn Sozialpolitik diese Barrieren abbaut.
Mansour Aalam, Direktor des Zentrums für neue Sozialpolitik
Theoretischer Hintergrund
Die Forschenden nutzen Daten, die den Einfluss einer Arbeitsmarktreform in der Schweiz zeigen. Diese Reform reduzierte die Kosten für einen Arbeitsplatzwechsel für einen Teil der Arbeitnehmenden in der Schweiz, jedoch nicht für alle.
Für die Forschenden ergibt sich damit die Gelegenheit, die Auswirkungen einer tatsächlich umgesetzten politischen Entscheidung im Feld zu untersuchen. Sie vergleichen die Gruppe der Personen, für die die Reform bestehende Barrieren abbaute, mit der Gruppe der Personen, die von der Reform nicht betroffen war. Lassen sich Unterschiede zwischen den Gruppen finden, können diese auf die Reform zurückgeführt werden.
Anhand dieses quasi-experimentellen Aufbaus lässt sich nachverfolgen, welche Auswirkungen politisch veränderte Rahmenbedingungen auf Entscheidungen von Individuen auf dem Arbeitsmarkt haben.
Projektteam
Prof. Simon Jäger
Senior Fellow
Prof. Simon Jäger ist Senior Fellow am Zentrum für neue Sozialpolitik.