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Übergänge möglich machen: Sozialpolitik und Arbeitsmarkt zusammengedacht
Wirtschaftliche Erneuerung braucht einen Arbeitsmarkt, der Bewegung zulässt. Ob das gelingt, ist auch eine sozialpolitische Frage. Wir machen diese Schnittstelle gemeinsam mit Prof. Simon Jäger zu einem Schwerpunkt unserer Arbeit.
Die Grundlage unseres Wohlstands steht unter Druck. Ein Modell, das lange getragen hat, verliert an Tragfähigkeit. Exportmärkte verändern sich, geopolitische Sicherheiten bröckeln, internationale Konkurrenz erstarkt und die regelbasierte Ordnung erodiert. Gleichzeitig entsteht Neues zu langsam. Wenn wir unseren Wohlstand sichern und mehr Menschen echte Zukunftschancen eröffnen wollen, reicht es nicht, Bestehendes zu verwalten. Die Wirtschaft muss sich erneuern, sich anpassen, sich bewegen. Ob dies gelingt, entscheidet sich am Arbeitsmarkt.
Wirtschaftliche Dynamik entsteht jedoch nicht von selbst. Sie beruht darauf, dass sich Strukturen verändern, Unternehmen entstehen oder verschwinden und Menschen zwischen Tätigkeiten wechseln. In diesem Zusammenspiel entstehen neue Möglichkeiten. Ob Menschen diese auch für sich nutzen können, hängt von den Bedingungen ab, unter denen sie Entscheidungen treffen und Übergänge bewältigen. Genau hier liegt der Kern sozialpolitischer Gestaltung.